 | METALLBAUKONGRESS: Voller Erfolg |
 

Sponsor des Metallbau-Kongresses 2005: 

Die Zahl der angemeldeten Metallbauer hatte schon im Vorfeld großes Interesse signalisiert. Besucher, Aussteller, Referenten und Veranstalter konnten sich über einen rundum gelungenen Kongress mit viel Nutzwert freuen. Hier die Details.
Mehr als 250 Besucher kamen am 14. Oktober auf die Festung Marienberg in Würzburg zum ersten Metallbaukongress zum Thema „Metall-Glaskonstruktionen - Wachstumsmarkt für Metallbauer“, den der Bundesverband Metall (BVM) und die Zeitschrift M&T-Metallhandwerk gemeinsam organisiert hatten.
Im Eröffnungsreferat erläuterte Dirk U. Hindrichs am Beispiel des eigenen Unternehmens Visionen und Gewinnerstrategien für die Zukunft und gab den Metallbauern viele Anregungen für ihre zukünftige Ausrichtung. Dabei ginge es vor allem darum als „kreativer Branchenspezialist neue Problemfelder zu entdecken und zu lösen“. Es komme darauf an, dass was man gut könne zu multiplizieren. Zukunftsträchtige Segmente im Fassadenbau sind vor allem die Bereiche der Energie (Solar), der Sicherheit und der Elektronik. Hinrichs appellierte dabei vor allem an die Innovationswilligkeit der Metallbauer.
Dr. Hans Schneider stellte anschließend ein wichtiges Normenprojekt für den Metallbaubereich vor. Erste Entwürfe für Teil 1 und 2 der DIN V 18008 Glas im Bauwesen - Bemessung und Konstruktionsregelen werden in den nächsten Monaten in die Umfrage gehen. Die Norm wird das Bauen von einfachen Konstruktionen im Glasbau erheblich vereinfachen.
Die Ausführungen von Hans Geiger zu „Hinzunehmenden Unregelmäßigkeiten im Metallbau“ schlugen dann wieder den Bogen zur Praxis. Er erläuterte anhand typischer Schadensfälle was der Metallbauer mit Hilfe des Fachregelwerkes an Einwänden des Auftraggebers akzeptieren muss und welche „Unregelmäßigkeiten“ keinen Mangel darstellen. Einer seiner praktischen Tipps: für die Ausführung der Oberflächen (wenn möglich) Grenzmuster vereinbaren.
Vorträge mit Nutzwert
Prof. Bucak, ausgewiesener Profi im konstruktiven Glasbau, erläuterte anhand vieler Bildbeispiele in lockerer und unterhaltsamer Art die Möglichkeiten und Grenzen des Konstruktionswerkstoffes Glas, die von Bauherren, Planern, Architekten, Bauherren und Fassadenbauern immer wieder neu ausgelotet werden. Er outete sich dabei als „Freund von TVG“ und versuchte den Metallbauern die Angst vor dem Schweißen höherfester Stähle zu nehmen. Horst Schlömer stellte drei Innovationen (Direktmontagetechniken und Lasereinsatz) für die Rationalisierung der Arbeit des Fassadenbauers vor.
Besonderen Anklang fand die Referentin und das Referat zum Thema „Schutz der Leistung“. Die Fachanwältin Kerstin Irl schaffte es, dieses trockene Thema für die Metallbauer sehr anschaulich, verständlich und „problemorientiert“ zu vermitteln. Ihr dringlichster Rat an die Zuhörer: Die Verträge so umzustrukturieren, dass eine Teilabnahme vertraglich geregelt wird. Aus der lebhaften Diskussion konnte wohl jeder etwas mitnehmen.
Der abschließende Vortrag von Klaus Fischer zum Thema Fassaden-Befahranlagen stand unter dem Motto „gemeinsam mit dem Metallbauer ein Werk zu schaffen, an dem der Bauherr lange Freude hat“. Seine Beispiele von „Glas am Tage danach“ zeigten eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die technischen Möglichkeiten der Reinigung von Fassaden genau zu kennen und so zeitig wie möglich einzuplanen.
Einhellige Meinung aller Teilnehmer, Referenten und Aussteller: Der Metallbaukongress muss zur jährlichen Veranstaltung werden - die Zeit für diese gelungene Premiere war reif.
Fachausstellung fand großes Interesse
Schon am Vorabend hatten sich viele Teilnehmer getroffen, um sich bei einer Besichtigung des Weinkellers der Residenz Würzburg und dem anschließenden Abendessen näher kennen zu lernen, und über Probleme und Erfolge zu fachsimpeln. Hier fanden Metallbauer, Hersteller, Planer, Verlag und Verband genauso wie am nächsten Tag beim Besuch der Fachausstellung und bei den Gesprächen eine Plattform, um sich auszutauschen und sich gegenseitig zu informieren (siehe Meinungen).
Jörg Dombrowski 

 Die Festung Marienberg in Würzburg lieferte das stilvolle und hochklassige Ambiente für den Metallbauerkongress 2005. FOTO: KONGRESS TOURISMUS WIRTSCHAFT WÜRZBURG
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 Volles Haus beim ersten Metallbaukongress von BVM und M&T Metallhandwerk. FOTO: LANGENBACH
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 Fachinformationen für den Metallbauer gab es am Stand des Coleman-Verlages. FOTO: LANGENBACH
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 Prominente Referenten und prominente Gäste (Bildmitte: Dirk U. Hindrichs) besprachen die aktuelle Lage der Branche. FOTO: LANGENBACH
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Themen und Referenten
Fassadenmarkt: Zukünftige Entwicklungen Dirk U. Hindrichs, Geschäftsführender Gesellschafter Schüco International
Zukunft Glasnormung Dr. Hans Schneider, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Hinzunehmende Unregelmäßigkeiten Hans Geiger, Sachverständiger
Entwicklungstrends im Glasfassadenbau Prof. Dr. Ömer Bucak, FH München
Befestigung von Fassaden Horst Schlömer, Hilti-Deutschland
Schutz der Leistung Kerstin Irl, Fachanwältin für Baurecht
Befahranlagen für die Wartung und Instandhaltung von Glasfassaden Klaus Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter KFG Laufen
Sponsor des Metallbaukongresses war die Firma Schüco International. Als Aussteller beteiligten sich außerdem die Firmen Bosch, Daidalos, Dorma, Fischer, Hilti, Institut Feuerverzinken, Schüco-Jansen, Thyssen-Krupp, Wicona und Würth.

Meinungen: Eine runde Sache
 Dieter Dörhöfer, Schlosserei Dieter Dörhöfer, Flörsheim: Ich halte die Veranstaltung für sehr gelungen. Schon während des Treffens am Vorabend hatte ich mehrfach die Gelegenheit, mit Kollegen und Herstellern über aktuelle Probleme der Branche zu sprechen. Der Veranstaltungsort ist sehr beeindruckend. Zwar war der Weg vom Parkplatz etwas weit, aber das ist zu verschmerzen. Ich nutze die Erkenntnisse aus den Vorträgen und die Fachschau gleichermaßen.
Axel Sommer, Sommer & Reitzer Metallverarbeitung, Bissendorf:
 Ich habe einen positiven Eindruck vom Kongress. Am Vorabend saß ich mit interessanten Leuten am Tisch, die teilweise wesentlich größere Unternehmen führen als mein Geschäftspartner und ich. Es war sehr informativ, mich mit ihnen zu unterhalten.
Fachschau und Referate am eigentlichen Veranstaltungstag zu verbinden, halte ich für sinnvoll. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl waren meiner Meinung nach allerdings die Räumlichkeiten etwas beengt. Beim nächsten Kongress wäre mehr Platz sicher angebracht.
Johannes Stavermann, Sachverständiger, Frankfurt:
 Besonders die Fachschau rund um die Referate war ausgezeichnet. Es stellten ja nicht irgendwelche kleinen Unternehmen aus: Von Hilti über Schüco bis Dorma war die Creme de la Creme unserer Zulieferer versammelt. Hier konnte ich sehr intensive Gespräche führen - viel intensiver als auf einer Messe, bei der die Personen wesentlich weniger Zeit haben.
Der Vortrag von Dirk U. Hindrichs hat mir im Sinne einer guten Betriebsführung imponiert. Betriebswirtschaftliche Aspekte kommen im Metallbau mitunter zu kurz. Von daher war der Vortrag sehr hilfreich.
Klaus Partheil, Partheil GmbH, Zerbst:
 Solch eine Veranstaltung war schon lange überfällig. Die Metallbauer brauchen eine Plattform, wo sie sich mit ihren Kollegen und der Industrie treffen können. Für mich waren die Gespräche fast das wichtigste an diesem Kongress. Es war nur schade, dass nicht mehr Metallbauer aus den neuen Bundesländern da waren.
Stefan Fittkau, Stefan Fittkau Metallbau, Berlin:
 Solche Veranstaltungen stehen und fallen mit den Referenten. Praktisch, informativ und unterhaltend war vor allem der Vortrag von Prof. Bucak, aber auch Dirk U. Hindrichs und die Rechtsanwältin fand ich sehr gut. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die unbedingt fortgesetzt werden sollte. Die Kongressgebühren waren etwas zu hoch.
Fritz Mak, Xaver Mak Metalltechnik Blechbearbeitung Stahlbau, Zweibrücken:
 Ich war mit einigen Erwartungen nach Würzburg gefahren. Das Programm hat mich sehr interessiert. Insgesamt waren die Vorträge sehr ansprechend. Es war ein rundes Programm, das viele Aspekte der täglichen Arbeit beleuchtete, aber auch einen Blick in die Zukunft wagte. Der Kongress sollte unbedingt zur Dauereinrichtung werden.
Hans Paul Mink, Planungsbüro, Rodgau:
 Für mich war besonders wichtig, hier Kontakte zu knüpfen und mich zu informieren. Man konnte sicherlich keine tief greifenden Fachvorträge erwarten. Wichtig war es, Anstöße zu bekommen und zu erfahren, wo man sich weiter informieren kann. Dabei war besonders auch die begleitende Ausstellung sehr interessant. Die Verbindung von Theorie und Praxis bei den Vorträgen halte ich für wichtig.
Oskar Anders, Anders Metallbau, Fritzlar:
 Ich fand die Vorträge rundum gelungen und sehr interessant. Ein Highlight war sicherlich der Vortrag von Dirk U. Hindrichs. Sehr praxisnah und nützlich war das Referat der Rechtsanwältin. Die anschließende Diskussion bewies, dass die Infos allen etwas gegeben haben. Der Kongress sollte unbedingt seine Fortsetzung finden.
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