Für die spektakuläre Aussichtsplattform „AlpspiX“ in Garmisch-Partenkirchen wurden Gitterroste als Bodenbelageingesetzt. Schnee kann im Winter hindurchfallen und das Begehen wird zum Erlebnis. Foto: Lechner/Lichtgitter
Auf einem Gitterrost über einem Abgrund stehen und fast 1.000 Meter in die Tiefe schauen, ist wahrscheinlich nicht der gewöhnlichste Einsatzort eines Gitterrostes. Die Stahlbauer der Aussichtsplattform „AlpspiX“ in Garmisch-Partenkirchen haben sich den Einsatz der Gitterroste als Bodenbelag aber gleich doppelt zum Vorteil gemacht.
Im Winter kann problemlos der Schnee durch die Maschen fallen, damit keine allzu große Last auf den zwei je 24 Meter langen Stahlarmen liegt, gleichzeitig profitiert man von der Leichtigkeit und Transparenz eines Gitterrostes, das die Begehung der Aussichtsplattform noch aufregender macht.
Zum Einsatz kamen Lichtgitter Pressroste mit einer Maschenteilung von 33 mal 33 Millimeter und einem Tragstab von 45 mal drei Millimeter.
Pressroste werden normalerweise für begehbare Abdeckungen für Bühnen, Podeste und Laufstege im allgemeinen Industrie- und Stahlbau verwendet. Sie eignen sich allerdings auch hervorragend als Gestaltungselement zum Beispiel für Fassadenverkleidung. Außerdem entscheiden sich viele Planer und Architekten für den Einsatz eines vorgehängten Sonnenschutzes aus Gitterrosten.
Aufgrund der vielen Möglichkeiten bei der Auswahl der Tragstäbe, bei der Wahl der Maschenteilung und des Werkstoffs sowie der Oberflächenbehandlung ergeben sich viele Varianten, die es dem Planer ermöglichen, eigene Akzente für das von ihm zu realisierende Objekte zu setzen.