 | AUTOMATION: Kühle Köpfe dank dezentraler Fensterlüfter |
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 Die mit den neuen Fenstern kombinierte Lüftungsanlage sorgt für frische Luft im Schulgebäude, sieht gut aus und ist unauffällig integriert. Foto: VFF
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Zwar ist noch nicht alles fertig, der Unterschied zu früher wird aber bereits jetzt deutlich: „Im Sommer ist es dank kontrollierter Belüftung der fertig gestellten Klassenräume viel angenehmer als früher, im Winter sparen wir mit neuen Wärmedämmfenstern, mit einer in die Belüftungsanlage integrierten Wärmerückgewinnung, mit einer verbesserten Fassadendämmung und mit Solarzellen auf dem Dach bereits jetzt viel Geld. Ist alles fertig, rechnen wir mit jährlichen Einsparungen von dreißig bis vierzig Prozent“, erzählt Rektor Ewald Schiebel.
Stickig war es in dem in die Jahre gekommenen Schulgebäude: Die alten Oberlichter im Dach, die sonst zusammen mit den Fenstern die Lüftungsfunktion übernommen hatten, waren undicht geworden und ließen sich auch nicht mehr richtig bedienen. Die Lösung brachte die Kombination moderner Wärmedämmfenster mit daran angebauten, dezentralen Fensterlüftern für die kontrollierte Be- und Entlüftung der Klassenräume. Diese sehen gut aus und sind unauffällig in die Fensterlaibung integriert. Einbezogen wurde dabei eine Steuerungstechnik mit CO2-Sensoren und mit Bus-Systemen, die für den Datenfluss der Belüftungskomponenten zuständig sind. „Alles läuft heute vollautomatisch“, verrät der Schulrektor. „In der Nacht und in den Schulpausen läuft die Anlage auf Hochtouren und wird passend zum Unterricht heruntergefahren. Außerdem reagiert die Anlage auf eine schlechter werdende Atemluft durch zu hohe CO2-Konzentration und regelt sich dann selbst hoch.“ Die Veränderungen sind besonders an heißen Tagen spürbar: „Durch die Beschickung mit kühler Nachtluft sind die Klassenräume angenehmer temperiert, selbst wenn draußen mehr als dreißig Grad herrschen“, erklärt Ewald Schiebel.
Völlig abhängig von der Automatisierung ist die Schule in Beilngries allerdings nicht: Die Belüftung garantiert ein hohes Maß an individuellen Bedienmöglichkeiten. „Wird verstärkt frische Luft benötigt, lässt sich die Anlage von den Lehrern in jedem Unterrichtsraum individuell hochfahren oder zum Beispiel bei Klassenarbeiten abschalten, damit die an sich schon leisen Lüfter die Schüler nicht ablenken“, so Schiebel. Ein weiterer Vorteil: Anders als bei Klimaanlagen stört das Öffnen der passgenau in die alten Fassadenausschnitte eingebauten Fenster den Betrieb der Belüftungsanlage nicht, sodass auch ein energiesparsames, komfortables Stoßlüften jederzeit möglich ist.
Wenn es im Laufe des Jahres kälter wird, spielt die in die Lüfter der Fenster integrierte Wärmerückgewinnung ihren Trumpf aus. Dabei wird die verbrauchte, warme Raumluft an den Zuleitungen für die Frischluft vorbeigeführt und diese dadurch angenehm temperiert. Fünf der insgesamt dreißig Räume – die Schulküche und vier Klassenzimmer – wurden bereits fertig gestellt, der Rest folgt in den kommenden Monaten. Finanziert wird der Umbau von der Stadt. „Pro Raum betragen die Kosten rund 6.000 Euro“, erzählt der Schulrektor. „Hätten wir die Oberlichter komplett erneuert und diese mit automatisierten Elementen ausstatten lassen, wäre die Investition auch nicht gerade niedrig ausgefallen. Davon abgesehen macht die Totalsanierung die Schule fit für die kommenden Jahrzehnte.“
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