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 Metallbaukongress 2011 > Der Nachbericht
METALLBAUKONGRESS: Ausgesprochen nützlich und informativ

Das siebente „Familientreffen“ des Metallhandwerks fand wieder mit über 200 Teilnehmern diesmal im schönen Ambiente des Kurfürstlichen Schlosses in Koblenz statt. Und es hielt mit vielfältigen nutzwertigen und aktuellen Informationen das, was es versprochen hatte.

Die Voraussetzungen für einen anspruchsvollen Erfahrungsaustausch in Koblenz waren bestens: Ein toller Tagungsort, eine volle Teilnehmerliste, eine informative Ausstellung, ein gelungenes Ambiente für die Rahmen- und Abendveranstaltung und vor allem ein abwechslungsreiches und nützliches Vortragsprogramm.

Man sah viele bekannte Gesichter von Metallbauern, für die der Kongress inzwischen zu einer „Pflichtveranstaltung“ geworden ist, aber auch viele neue und vor allem junge Gesichter. Immer mehr Metallbauer (oft auch mit ihren Söhnen oder Nachfolgern) nutzen die Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen, weil eben für jeden etwas dabei ist und das Rahmenprogramm viele Höhepunkte bereithält. Das breitgefächerte Themenspektrum der Vorträge bot einen großen Strauß an nützlichen Informationen. Die Moderation und Überleitung zwischen den Vorträgen hatten diesmal die Bundesfachgrupppenleiter Stahlbau/Schweißen und Metallbau, Michael Winterhalter und Oliver Windeck, übernommen.

Praktische Alltagshilfen

Gleich mit dem ersten Vortrag ging es in die Vollen: Karsten Zimmer informierte über den aktuellen Stand der Umsetzung der DIN EN 1090, die momentan die ganze Branche beschäftigt. Er erläuterte die jüngsten interessanten Entwicklungen und beschrieb die Möglichkeiten zur praktikablen Vereinfachung der Einführung der WPK und der CE-Kennzeichnung.

Um innovative Schweißverfahren und deren praktische Umsetzung ging es dann im folgenden Vortragsblock. Die EWM-Geschäftsführerin Susanne Szczesny-Oßing und der Geschäftsführer Robert Stöckl ließen es sich als Hauptsponsor nicht nehmen, die Metallbauer aus ganz Deutschland persönlich zum Kongress in Koblenz zu begrüßen. Die Vorstellung effizienter Schweißtechnik und die Beispiele aus Stahlbaubetrieben brachten den aufmerksamen Zuhörern vielfältige Anregungen für die Verbesserung ihrer Schweißfertigung. Abgerundet wurde der erste Tag durch den Vortrag von Andreas Kummerow vom DIBt Berlin über die Neuheiten der DIN 18065 Gebäudetreppen und zum Schluss durch das beeindruckende Bespiel des Aufbaus einer schweißtechnischen Qualitätssicherung bei der mittelständischen Stahlbau Küppers aus Heinsberg.

Bei angeregten Diskussionen, einem schmackhaften Abendbüfett und dem Highlight der Verleihung de M&T Metallbaupreises ging der erste Kongresstag zu Ende.

Am zweiten Tag wurde die reichhaltige Informationspalette durch Vorträge zur richtigen Ausführung von Bauanschlüssen, zu Anforderungen an Türen in Fluchtwegen und zur Nachhaltigkeit des Feuerverzinkens komplettiert. Den Abschluss bildet ein lebhafter und verständlicher Vortrag von Prof. Niemöller zu aktuellen Entwicklungen in der Rechtssprechung.

Wiederholung gewünscht

Das erste Mal trafen sich auch die Feinwerktechniker zu einem zweitägigen Kongress in Koblenz und hatten ein gelungenes Podium für eine regen Erfahrungsaustausch und ein anspruchsvolles Vortragsprogramm. Das Themenspektrum reichte von der HSC-Bearbeitung über Energieeinsparmöglichkeiten in der Fertigung, die Bearbeitung von Faserverbundwerkstoffen bis hin zu betriebswirtschaftlichen Themen und Entwicklungen und Perspektiven im Werkzeugbau. Auch eine interessante Betriebsbesichtigung gehörte zum „Blick über den Tellerrand“. Die erfolgreiche Premierenveranstaltung soll ihre Fortsetzung finden.


MEINUNGEN: Anspruchsvoller Austausch

Holger Haase, Schmiede- und Schlossermeister, Weimar: „Die wichtigsten Informationen gab es für mich zur Umsetzung der DIN EN 1090. Ich glaube da sind wir ein ganzes Stück weiter gekommen. Das Schloss war übrigens ein toller Rahmen für die Veranstaltung. Auch an den Ausstellungsständen der Firmen habe ich einige interessante Produkte entdecken können. Es ist schade, dass aus den neuen Bundesländern so wenig Kollegen dabei waren.“

 

 


Matthias Feldbrügge, Schlosserei Feldbrügge, Münster-Roxel: „Ich bin jetzt zum fünften Mal dabei und es hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt. Die Themen waren sehr gut ausgewählt. Die interessantesten Informationen habe ich in dem Vortrag zu den Bauanschlüssen bekommen. Sehr gelungen war die Preisverleihung des M&T Metallbaupreises und die Preisträger und ihre Objekt waren schon beeindruckend.“

 

 


Harald Stiegel, Harald Stiegel Metallbau, Kassel: „Hier gibt es Fachinformationen auf höchstem Niveau. Nur wer auf dem Metallbaukongress ist, weiß, was im Metallbau Stand der Dinge ist. Wichtig waren für mich vor allem die Informationen zur Umsetzung der DIN EN 1090. Damit werden wir uns alle in nächster Zeit intensiv beschäftigen müssen.“




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